Das japanische Wort für Farbe ist „Iro“ (jap. 色 | いろ).
Hier eine Sammlung der gängigen Farben, dazu ein Grammatik-Tipp und ein paar Besonderheiten aus der japanischen Kultur.
| Deutsch | Japanisch | Kana |
|---|---|---|
| rot | 赤 | あか |
| orange | 橙色 | だいだいいろ / オレンジ |
| gelb | 黄色 | きいろ |
| grün | 緑 | みどり |
| blaugrün | 青緑 | あおみどり |
| hellblau | 水色 | みずいろ |
| himmelblau | 空色 | そらいろ |
| blau | 青 | あお |
| dunkelblau | 紺色 | こんいろ |
| violett | 紫 | むらさき |
| rosa | 桃色 | ももいろ / ピンク |
| Zartrosa | 桜色 | さくらいろ |
| weiß | 白 | しろ |
| grau | ねずみ色 / 灰色 | ねずみいろ / はいいろ / グレイ |
| gold | 金色 | きんいろ |
| silber | 銀色 | ぎんいろ |
| braun | 茶色 | ちゃいろ |
| karamellfarben | 飴色 | あめいろ |
| erdbraun | 土色 | つちいろ |
| schwarz | 黒 | くろ |
Farben als Adjektiv
Nur sechs Farben gibt es im Japanischen als echtes Adjektiv mit der Endung „i“: rot (jap. 赤い | あかい), blau (jap. 青い | あおい), weiß (jap. 白い | しろい), schwarz (jap. 黒い | くろい), gelb (jap. 黄色い | きいろい) und braun (jap. 茶色い | ちゃいろい). Sie stehen direkt vor dem Nomen, zum Beispiel ein rotes Auto (jap. 赤い車 | あかいくるま).
Alle anderen Farben sind Nomen und werden mit の verbunden, etwa ein grünes Auto (jap. 緑の車 | みどりのくるま). Ein typischer Anfängerfehler ist deshalb „midorii“, das gibt es nicht.
Blau oder Grün?
In Japan wird die grüne Ampel meist als „blau“ bezeichnet: Grün an der Ampel heißt Ao-Shingō (jap. 青信号 | あおしんごう). Das liegt daran, dass das alte japanische Wort „ao“ (jap. 青 | あお) früher sowohl Blau als auch Grün bezeichnete. Midori (jap. 緑 | みどり) hat sich erst später als eigenes Wort für Grün durchgesetzt.
Die Spur findet man bis heute: Frisches Gemüse heißt „aomono“ (jap. 青物 | あおもの), ein grüner Apfel „ao-ringo“ (jap. 青りんご | あおりんご) und das frische Laub im Frühsommer „aoba“ (jap. 青葉 | あおば).
Farben in der Kultur
- Rot und Weiß (jap. 紅白 | こうはく) stehen für Glück und Feiern. Man findet die Kombination bei Festen, auf Geldumschlägen für Glückwünsche und in der großen Musikshow Kōhaku Uta Gassen (jap. 紅白歌合戦 | こうはくうたがっせん), die jedes Jahr an Silvester läuft. Mehr dazu im Beitrag Neujahr.
- Zinnoberrot (jap. 朱色 | しゅいろ) ist die typische Farbe der Torii vor Shintō-Schreinen. Woran man Schreine sonst erkennt, steht im Beitrag Schrein oder Tempel?
- Weiß (jap. 白 | しろ) steht für Reinheit. Bei einer Shintō-Hochzeit trägt die Braut einen ganz weißen Kimono, den Shiromuku (jap. 白無垢 | しろむく).
- Violett (jap. 紫 | むらさき) galt lange als die vornehmste Farbe und war im alten Japan dem höchsten Hofrang vorbehalten.
Traditionelle Farbnamen
Japan kennt Hunderte traditionelle Farben (jap. 伝統色 | でんとうしょく), die oft nach Pflanzen, Tieren oder Dingen aus dem Alltag benannt sind. Ein paar schöne Beispiele:
| Deutsch | Japanisch | Kana |
|---|---|---|
| Indigo | 藍色 | あいいろ |
| Zinnoberrot | 朱色 | しゅいろ |
| Krapprot | 茜色 | あかねいろ |
| Goldgelb (Kerrie) | 山吹色 | やまぶきいろ |
| Buschsängergrün | 鶯色 | うぐいすいろ |
| Matcha-Grün | 抹茶色 | まっちゃいろ |
Indigo wird auch „Japan Blue“ genannt, weil die Farbe früher überall im Alltag zu sehen war, auf Kleidung, Stoffen und den Vorhängen vor Läden und Restaurants (jap. 暖簾 | のれん). Auch das Emblem der Olympischen Spiele in Tokio 2020 war in Indigo gehalten. Und übrigens: Das Rot, das du hier auf kuhaku.de siehst, ist genau Krapprot (jap. 茜色 | あかねいろ).