Die Stadt Kyoto (jap. 京都 | きょうと), auf der japanischen Hauptinsel Honshu (jap. 本州 | ほんしゅう) liegt rund 370 km südwestlich von Tokio.
Die beiden Schriftzeichen des Stadtnamens werden alleine jeweils „Miyako“ (京・都) gelesen und bedeuten im Japanischen wörtlich „kaiserliche Residenz“. Kyoto war von 794 bis 1868 Sitz des kaiserlichen Hofes von Japan und ist heute der Verwaltungssitz der Präfektur Kyoto.
Hinweis: Dieser Bericht stammt von meiner ersten Japanreise 2009. 2025 war ich wieder dort, den aktuellen Bericht findest du hier: Nara & Kyoto 2025. Preise und praktische Tipps können sich seitdem geändert haben.
Kyoto besitzt zahlreiche Tempel und Shinto-Schreine und wurde 1994 als „Historisches Kyoto“, einschließlich der Nachbarstädte Uji (jap. 宇治市 | うじし) und Otsu (jap. 大津市 | おおつし), zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.
Kyoto besitzt zahlreiche Sehenswürdigkeiten.
Der Goldene Pavillon (jap. 金閣寺 | きんかくじ) wurde im Jahr 1397 gebaut. 1950 wurde er durch Brandstiftung zerstört und 1955 wiederaufgebaut.
Der Silberne Pavillon (jap. 銀閣寺 | ぎんかくじ, offiziell 慈照寺) entstand rund hundert Jahre später. Anders als der Name vermuten lässt, war er nie mit Silber überzogen.
Der alte Kaiserpalast von Kyoto (jap. 京都御所 | きょうとごしょ) war die Residenz der Kaiserlichen Familie, bis die Hauptstadt im Jahr 1868 nach Tokio verlegt wurde.
In der Shishinden-Halle (jap. 紫宸殿 | ししんでん) des Palastes fanden früher die Thronbesteigungszeremonien statt, zuletzt 1928.
Die Geschichte der Kiyomizu-Dera (jap. 清水寺 | きよみずでら) reicht bis in das Jahr 778 zurück, die heutigen Gebäude stammen jedoch aus dem Jahr 1633. Der Tempel erhielt seinen Namen vom Otowa-Wasserfall innerhalb des Tempelkomplexes. Kiyomizu bedeutet wörtlich „reines Wasser“.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Fushimi Inari-Taisha Schrein (jap. 伏見稲荷大社 | ふしみいなりたいしゃ), der für seine tausenden roten Torii berühmt ist. Man läuft mal durch kleine und große, bergauf und bergab durch das Waldgebiet. Insgesamt kann man, um den kompletten Weg, inklusive aller kleinen Nebenpfade abzugehen, rund 2 Stunden laufen.
Kyoto sollte man auch bei Nacht sehen: Es gibt kilometerlange Einkaufs- und Vergnügungsviertel und Fressmeilen ohne Ende. Die bunten Leuchtreklamen erstrahlen hell in der Nacht.
Wer in Ruhe einen Spaziergang durch ein wunderschönes Naturspektakel machen möchte, dem lege ich den Bambuswald von Sagano in Arashiyama (jap. 嵐山 | あらしやま) ans Herz.
Wer mit dem Auto nach Kyoto anreist, sollte vorher klären, ob die Unterkunft einen Parkplatz hat. Die Parkgebühren sind extrem hoch: Eine Übernachtung in der Jugendherberge für 5 Leute war billiger als 2 Tage Parken!
Übernachtet habe ich im Bakpak Hostel, das sehr zentrumsnah liegt, nur Übernachtung ohne Verpflegung. Kostenloses Internet gab es, war aber ewig langsam. Über 90 % der Gäste waren ausländische Reisende.
Nächster Schritt: Du planst selbst eine Reise nach Japan? Mit diesen Beiträgen bist du gut vorbereitet:
- Begrüßung: die wichtigsten Grußformeln
- Restaurantbesuch: bestellen, essen und bezahlen
- Schrein oder Tempel? So verhältst du dich richtig
- Spickzettel Japanreise: die wichtigsten Sätze als PDF zum Ausdrucken