Blick über die Skyline von Tokio

Tokio (jap. 東京 | とうきょう) ist die Hauptstadt Japans und zugleich der Verwaltungssitz der Präfektur Tokio. Tokio liegt in der Kanto-Region im Osten der Insel Honshu (jap. 本州 | ほんしゅう). In den 23 Bezirken Tokios leben fast 10 Millionen Menschen, im gesamten Großraum rund 37 Millionen – damit ist er einer der größten Ballungsräume der Welt.

Hinweis: Dieser Bericht stammt von meiner ersten Japanreise 2009. 2025 war ich wieder dort, den aktuellen Bericht findest du hier: Tokio 2025. Preise und praktische Tipps können sich seitdem geändert haben.

Die Region ist das Finanz-, Industrie-, Handels- und Kulturzentrum Japans mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen. Tokio ist auch Sitz der Universität der Vereinten Nationen, United Nations University (UNU).

Die Bedienung am Fahrkartenautomat lässt sogar den einen oder anderen Japaner verzweifeln. Zum Glück gibt es die Möglichkeit, die Bedienoberfläche auf Englisch umzustellen.

Fahrkartenautomaten an einem Bahnhof in TokioAkihabara (jap. 秋葉原 | あきはばら) ist die Elektronikmeile und der Otaku-Treffpunkt Tokios. Als „Otaku“ (jap. オタク) bezeichnet man jemanden, der sehr viel Zeit und Geld in sein Hobby steckt.

Der Bezirk Shibuya (jap. 渋谷区 | しぶやく) hat zahlreiche Kaufhäuser, Modeläden und Büros, die um den Bahnhof Shibuya herum liegen. Vor dem Bahnhof befindet sich die Statue des legendären „treuen Hundes“ Hachiko (jap. ハチ公 | ハチこう), die erstmals 1934 aufgestellt wurde.
Hachikō holte sein Herrchen, einen Professor, jeden Tag vom Bahnhof ab. Als der Professor 1925 starb, ging Hachikō trotzdem fast zehn Jahre lang täglich zur gleichen Zeit zum Bahnhof und wartete, bis er 1935 selbst starb. Die Statue ist einer der beliebtesten und bekanntesten Treffpunkte für Verabredungen in ganz Japan. Häufig finden hier Straßenkonzerte und Werbeveranstaltungen für die nahegelegenen Hauptquartiere der japanischen Musiklabels statt.

Auf den meisten Karten ist der Name Harajuku (jap. 原宿 | はらじゅく) nicht zu finden, offiziell gehört die Gegend zum Stadtteil Jingumae (jap. 神宮前 | じんぐうまえ) des Bezirks Shibuya.
Harajuku ist vor allem bei jungen Japanern beliebt und gilt mit seinen vielen Läden und Boutiquen als eines der wichtigsten Modezentren Japans. Die kleine Einkaufsstraße Takeshita-dori (jap. 竹下通り | たけしたどおり) und die Meiji-dōri (jap. 明治通り | めいじどおり) sind die wichtigsten Einkaufsmeilen.

Rotes Tempeltor mit Besuchern in TokioDer Stadtteil Asakusa (jap. 浅草 | あさくさ) gehört zum Bezirk Taito (jap. 台東区 | たいとうく). In Asakusa steht der älteste und bedeutendste buddhistische Tempel Tokios, der Sensō-ji (jap. 浅草寺 | せんそうじ).

Der Stadtteil Ginza (jap. 銀座 | ぎんざ) gehört zum Bezirk Chuo (jap. 中央区 | ちゅうおく) und ist als nobles Einkaufs- und Vergnügungsviertel bekannt.

Shinjuku (jap. 新宿区 | しんじゅくく) ist ein Bezirk im Westen der japanischen Hauptstadt Tokio und Verwaltungssitz der Präfektur Tokio. Dort steht das 243 Meter hohe Tokyo Metropolitan Government Building (jap. 東京都庁舎 | とうきょうとちょうしゃ). Man kann kostenlos zur Aussichtsetage im 45. Stock hochfahren und den Rundumblick über Tokio genießen. Bei gutem Wetter sieht man sogar den Fuji.

Der am 22. Mai 2012 eröffnete Tokyo Skytree (jap. 東京スカイツリー | とうきょうスカイツリー) ist ein 634 Meter hoher Fernseh- und Rundfunksendeturm im Stadtteil Oshiage (jap. 押上 | おしあげ) des Bezirks Sumida (jap. 墨田区 | すみだく). Er ist der höchste Fernsehturm der Welt.

Odaiba (jap. お台場 | おだいば) liegt an der Bucht von Tokio. Der Stadtteil ist seit Ende des 20. Jahrhunderts ein beliebtes Unterhaltungs- und Einkaufsgebiet geworden. Dort steht auch das Fuji TV Gebäude (jap. フジテレビジョン) und die Rainbow Bridge (jap. レインボーブリッジ). Die 1993 fertiggestellte Rainbow Bridge hat eine Gesamtlänge von 798 Metern. Der Verkehr wird auf zwei Ebenen befördert. Tagsüber ist es auch möglich, die Brücke zu Fuß zu überqueren. Auf der oberen Ebene führt eine Schnellstraße über die Brücke, auf der unteren Ebene befinden sich die vollautomatische Yurikamome-Bahnlinie (jap. 新交通ゆりかもめ | しんこうつうゆりかもめ), eine normale Straße sowie der Fußweg. Zum Fußweg fährt man an beiden Enden mit einem Aufzug hinauf.

Feuerwerk über TokioAuf der einen Seite sieht man das Meer, auf der anderen Tokio mit seinen bunten Lichtern.

Das große Feuerwerk in der Bucht von Tokio (jap. 東京湾大華火祭 | とうきょうわんだいはなびさい) zog 2009 über 700.000 Menschen an. Rund 12.000 Feuerwerkskörper wurden von Booten aus abgeschossen. Seit 2016 findet es leider nicht mehr statt – das bekannteste Feuerwerk Tokios ist heute das Sumidagawa-Feuerwerk Ende Juli.

Die Tokyo-wan-Aqua-Line (jap. 東京湾アクアライン | とうきょうわんアクアライン) ist eine Kombination von Brücke und Tunnel über die Bucht von Tokio und mit seinen 9,5 km einer der längsten Unterwasser-Straßentunnel der Welt. Die Einfahrt zum Tunnel befindet sich auf der künstlichen Insel Umi Hotaru (jap. 海ほたる | うみほたる) die über eine 4,4 km lange Brücke erreichbar ist. Auf der Umi Hotaru gibt es zahlreiche Restaurants und eine riesige Aussichtsplattform. Der Windturm (jap. 風の塔 | かぜのとう) der etwa in der Mitte des Tunnels aus dem Wasser ragt, dient zur Belüftung des Tunnelsystems.

Nächster Schritt: Du planst selbst eine Reise nach Japan? Mit diesen Beiträgen bist du gut vorbereitet:

Alle Reiseorte auf einer Karte

Auf unserer interaktiven Japan-Karte findest du alle Orte der Reisen 2009 und 2025, dazu alle 47 Präfekturen mit Kanji und Hauptstadt.

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