Der Daruma (jap. 達磨 | だるま) ist einer der beliebtesten Glücksbringer in Japan.
Er besteht aus Pappmaché und wie bei einem Steh-auf-Männchen wird er mit einem Gewicht beschwert, damit er nicht umfallen kann. Somit soll er Mut machen, sich in jeder Situation wieder aufzurichten.
Er wird oft in buddhistischen Tempeln verkauft. Die Darumafiguren tragen meist ein Schriftzeichen, traditionell etwa für Glück (jap. 福 | ふく) oder Glückseligkeit (jap. 幸 | しあわせ). Es gibt aber noch zahlreiche andere Varianten.
Die Figur soll den buddhistischen Mönch und Zen-Patriarchen Bodhidharma (440-528) darstellen, von dem auch der Name des Glücksbringers stammt. Die Darstellung der Figur ohne Arme und Beine geht darauf zurück, dass der Mönch mehrere Jahre im Meditationssitz vor einer Felswand saß, um die Erleuchtung zu erlangen.
Der Mönch soll außerdem Chan (Zen), Yoga und verschiedene Kampfkünste beherrscht haben und der Begründer der Shaolin-Kampfkünste sein.
Der Sage nach soll der Mönch einmal während dieser Meditation eingeschlafen sein. Als er aufwachte, ärgerte er sich dermaßen über diese Disziplinlosigkeit, dass er sich die Augenlider abriss und diese wegwarf. An der Stelle, wo diese landeten, sei nun der erste Teestrauch gewachsen, was auch die Form der Blätter erkläre. Daher stammen auch die großen Augen des Daruma.
Daruma gilt als Helfer bei der Erfüllung von Wünschen. Zunächst wird ein Auge des Glücksbringers ausgemalt und er an einen Ort gestellt, an dem man möglichst jeden Tag vorbeikommt. Ist der Wunsch in Erfüllung gegangen, wird das andere Auge ausgemalt. Dann kann die Figur in einem Tempel verbrannt werden.
Auch der japanische Name des Schneemanns (jap. 雪達磨 | ゆきだるま) geht auf den Daruma zurück.
Es gibt mehrere Spiele, die den Charakter des Daruma verwenden.
Zum Beispiel das Spiel Daruma ga koronda (jap. 達磨が転んだ | だるまがころんだ), was so viel bedeutet wie „Daruma ist umgefallen“. Ziel des Spiels ist, den Daruma anzutippen. Einer muss sich mit dem Rücken zu den anderen stellen (Daruma) und wenn er sich umdreht, darf sich keiner mehr bewegen. Wer sich dann noch bewegt, ist ausgeschieden.
Ein traditionelles Spiel ist auch das Daruma Otoshi (jap. 達磨落とし | だるまおとし) und bedeutet wörtlich „schmeiß den Daruma hinunter“. Der Daruma ist in Form von fünf Holzklötzen aufgeteilt. Das oberste Stück stellt den Kopf des Daruma dar. Mit einem kleinen Holzhammer schlägt man die unteren Klötze nacheinander seitlich heraus, ohne dass der Turm umfällt.