Wieder einmal wurde es ein Kreuzfahrturlaub, diesmal aber nicht mit AIDA, sondern mit der Mein Schiff 2. Sie war damals das älteste und zugleich kleinste Schiff der Mein-Schiff-Flotte und etwa so groß wie die beiden AIDA-Schiffe, mit denen wir bisher gefahren sind. Hier muss ich schon einmal „leider“ sagen. Aber dazu später mehr…
Die Route hieß Adria mit Kroatien (jap. クロアチア):
- Valletta / Malta
- (Seetag)
- Katakolon / Griechenland
- Korfu Stadt / Korfu
- Kotor / Montenegro
- Dubrovnik / Kroatien
- (Seetag)
- Valletta / Malta
Dass wir diesmal die Reederei gewechselt haben, hatte zwei Gründe: Erstens gab es in unserem Urlaubszeitraum kaum Routen, die wir noch nicht kannten. Zweitens wollten wir auch mal die Konkurrenz ausprobieren. Für 7 Tage in der Innenkabine kostete die Reise 1.495 Euro pro Person, mit Flug vom Wunschflughafen und All inclusive. Das war der große Unterschied zu AIDA, wo es damals kein All inclusive gab. Der Preis ist aber definitiv kein Schnäppchen. Aber Kreuzfahrten sind eben immer etwas teuer.
Der Check-in war nicht viel anders als bei AIDA: Foto für die Personalien, Zahlungsart hinterlegen, Bordkarte erhalten. Vom Aufbau her war die Mein Schiff 2 deutlich anders, sodass wir anfangs die vielen Bars und Restaurants etwas länger gesucht haben. Die über das ganze Schiff verstreuten Bars sind ganz cool. Was uns gar nicht gefallen hat: Es gab keinen zentralen Punkt, an dem Abendprogramm und Shows stattfanden. Man musste sich bewusst entscheiden, ins Theater zu gehen. Auf den AIDA-Schiffen ist man einfach vorbeigelaufen und geblieben, wenn es interessant war. Die verschiedenen Restaurants waren nicht schlecht. Ein großes Buffet-Restaurant, ein Italiener, ein Fisch-Restaurant und sogar ein 5-Gänge-Restaurant waren inklusive. Gegen Aufpreis gab es außerdem ein Steakhouse und Sushi. Die Rettungsübung war ganz anders als bei AIDA. So entspannt kannte ich das nicht: Man konnte sich sogar hinsetzen und musste keine Rettungsweste anziehen. Jeder wurde an seiner Sammelstelle gescannt und wartete nur, bis der Kapitän die Übung beendete. Da musste ich an unsere erste Übung auf der AIDA denken, wo zahlreiche Leute umgefallen sind. Mein Schiff hat hier definitiv die bessere Lösung!
Das Schiff hatte zwei Pools und drei Whirlpools. Die Pools waren nichts Besonderes, man konnte sich ein wenig abkühlen bei der Hitze. Aber so richtig schwimmen konnte man im Meerwasser-Pool leider nur selten, einfach zu viele Leute im Pool.
Auf dem ganzen Deck gab es zahlreiche Liegen, aber kaum Schattenplätze. Dafür hätte man früh aufstehen und die richtigen Liegen mit dem Handtuch reservieren müssen, leider wie in jedem Urlaub ganz normal. Das Sportangebot war na ja: Der Fitnessraum wurde um 21 Uhr abgeschlossen. Da lobe ich mir AIDA, dort konnte man jederzeit hingehen.Eine Joggingbahn war natürlich auch vorhanden.
Das Spa-Angebot haben wir nicht genutzt, die Sauna soll aber sehr schön gewesen sein. Der Fotobereich war altmodisch: keine Gesichtserkennung, da sucht man sich einen Wolf … Auf den neueren Schiffen ist das wohl besser gelöst. Die Fotos sind genauso teuer und technisch nichts Besonderes. Ist eben nur ein Foto für die Erinnerung. Hier reicht definitiv auch ein Selfie. :D
An Getränken und Essen gab es nichts auszusetzen. Die Cocktails waren lecker, und man konnte sich durch die ganze Cocktailkarte probieren. Was wir natürlich gemacht haben. In den 7 Tagen haben wir etwa 50 Cocktails getrunken. Bei 5 Euro pro Cocktail hätten wir auf der AIDA schon 250 Euro nur für Cocktails bezahlt. Toll war auch eine rund um die Uhr geöffnete Burgerbar, die richtig lecker war, und dazu jede Menge Eissorten. Natürlich gab es immer wieder Sonderaktionen mit besonderen Mixgetränken, die extra kosteten, Red Bull zum Beispiel. Komisch war, dass auf einem deutschen Schiff teilweise Englisch gesprochen wurde, da einige ausländische Gäste an Bord waren. Es war schon ein seltsames Gefühl, auf einem deutschen Schiff stellenweise kein Deutsch zu hören, an Land hörte man oft mehr Deutsch. :o)
FAZIT: Das Schiff selbst war leider eine Fehlentscheidung, das Alter hat man hier und da gemerkt. Auch die Route war nicht so spektakulär. Das Drumherum war aber toll, einfach schön, wenn man nicht aufs Geld achten muss, weil (fast) alles inklusive ist. Wir werden wohl nächstes Mal wieder mit Mein Schiff fahren. Größer und moderner sollte das Schiff aber dann sein. :D
Japanisch für unterwegs
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