Holzsteg ins türkisfarbene Meer auf den Malediven

Die typische Flitterwochenreise geht auf die Malediven (jap. モルディブ).

Auch wir haben uns entschlossen, dorthin zu fliegen.

Der Flug ging mit Condor direkt von Frankfurt nach Malé (9–10 Stunden Flugzeit), von Malé zum Chaaya Lagoon Hakuraa Huraa (heute „Cinnamon Hakuraa Huraa Maldives“) noch einmal 45 Minuten mit dem Wasserflugzeug.
Etwa 20 Leute passen in das Wasserflugzeug. Es ist ziemlich laut. Wer damit ein Problem hat, sollte Ohrenstöpsel mitbringen. Die Landung auf dem Wasser ist gigantisch, man bemerkt kaum, dass man überhaupt gelandet ist.

Die Insel des Chaaya Lagoon Hakuraa Huraa (CLHH) ist 6 Hektar groß. Die Temperaturen liegen dort zwischen etwa 25 und 36 Grad. Die Zeitverschiebung zu Deutschland ist im Sommer 3 Stunden und im Winter 4 Stunden.

Das Wasserflugzeug landet direkt am Steg. Von dort läuft man etwa 150 Meter zur Insel.
Auf der Insel gibt es unter anderem eine große und eine kleine Bar, Lounge, Restaurant, Wasser- und Strandbungalows, Spa mit Massagehaus, Gymnastikhaus, Surf- und Tauchschule, Beachvolleyball- und Beachfußballplatz und noch einiges mehr.

Die Öffnungszeiten des Restaurants:
Frühstück 7:30 bis 9:30 Uhr, Mittagessen 12:30 bis 14:00 Uhr, Snacks 16:00 bis 17:00 Uhr, Abendessen 19:30 bis 21:00 Uhr.

Die Insel bot nur ein „All-inclusive-Paket“ an, eine Bändchen-Gesellschaft gab es trotzdem nicht. ^^ Allerdings war nicht alles inklusive: Schnorchelausrüstung, Essen und bestimmte Standardgetränke waren dabei, alles andere kostete extra. Bezahlt wird in US-Dollar am Abend vor der Abreise, bis dahin wird alles aufs Zimmer geschrieben.
Euro wären aber auch akzeptiert worden, Kreditkarten natürlich auch.

Das CLHH bietet außerdem mehrere Ausflüge an:

  • Delphinsafari (50$ pro Person)
  • Sonnenuntergangsfischen (30$ pro Person)
  • Inselhüpfen (30$ pro Person)
  • Tiefseetauchen (30$ pro Person)
  • Schnorchelsafari (30$ pro Person)
  • Fischen am frühen Morgen (50$ pro Person)
  • Ganztägiges Inselhüpfen (75$ pro Person)
  • Nachtfischen (30$ pro Person)
  • Adam-&-Eve-Paradies (200$ pro Paar)

Wir haben die Delphinsafari mitgemacht.
Erst sind wir eine Weile mit dem Boot herumgefahren und haben nach Delphinen gesucht. Es hat ganz schön gedauert, bis sie sich blicken ließen, war aber schön, weil man dabei auch etwas von den anderen Inseln gesehen hat.

Zusätzlich haben wir das Adam-&-Eve-Paradies (Robinson Island) mitgemacht. Dabei wird man mit Vollverpflegung auf einer einsamen Insel abgesetzt. Ca. 7 Stunden waren wir dort „gestrandet“.
Man kann sich dort den ganzen Tag die Zeit vertreiben. Irgendwie ganz cool … aber wir hatten danach einen fetten Sonnenbrand, da es kaum Schatten gab.

Außerdem bietet das Spa (Massagehaus) mehrere Verwöhnprogramme an.
Wir haben die Paarmassage genommen: zweistündige Ganzkörpermassage mit anschließendem Glas Wein. :o)
Gekostet hat sie 290 $.

Auf die meisten Preise kommen noch Steuern (Tax) drauf, also aufpassen, damit es am Ende kein böses Erwachen gibt!

Palme am Sandstrand mit türkisem Meer auf den MaledivenDie Leute dort waren alle sehr hilfsbereit und nett. So richtig Deutsch hat dort keiner gesprochen, sie waren aber bemüht, ein paar Brocken Deutsch zu lernen.
Man bekommt im Restaurant einen festen Platz zugeteilt und wird immer vom gleichen Kellner bedient.
Das Buffet war gut und abwechslungsreich. Der Salat-Typ (einer, der nur Salat zubereitet) war ein Perfektionist. Der Nudel-Mensch (einer, der nur Nudelgerichte zubereitet) hatte viel Spaß bei der Arbeit. :D

Über das Trinkgeld kann man streiten. Der Zimmerjunge (2x täglich) hat von uns pro Tag 1 $ und etwas Süßes bekommen, der Kellner am vorletzten Tag 10 $ und etwas Süßes.
Ob das viel oder wenig war, muss jeder selbst entscheiden. Der Urlaub auf den Malediven ist nicht gerade billig!

Für alle Internetsüchtigen gab es natürlich auch WLAN, allerdings nicht gerade das schnellste. Es kostete 3 $ für 2 Stunden (5 Tage gültig).

Kleine Haie, Kugelfische, Rochen und Fischschwärme gab es direkt am Strand reichlich. Man musste stellenweise wirklich aufpassen, wo man hintritt. Aber im Großen und Ganzen hatten die Fische mehr Angst…
Das Wasser war je nach Ebbe und Flut höchstens hüfttief.
Man konnte bestimmt über 200 Meter im Wasser laufen und laufen und es wurde nicht tiefer.

Die 10 Tage auf den Malediven waren schön, aber länger wäre es uns wohl zu langweilig geworden. Ein wenig mehr Unterhaltung wäre vielleicht nicht verkehrt gewesen.

Noch eine Kleinigkeit: Nehmt unbedingt etwas gegen Mücken mit! Ich war total zerstochen, und nicht nur ich. :o(

Pavillon mit Holzsteg über der Lagune auf den MaledivenVon Condor war ich ein wenig enttäuscht. Service und Ausstattung des Fliegers waren nicht das, was ich von anderen Fluggesellschaften kannte.
Wenn wir wieder mal auf die Malediven fliegen sollten, fliegen wir wohl eher mit Emirates. Auch wenn man dann in Dubai zwischenlandet, bekommt man mehr für sein Geld.

Gebucht hatten wir über Neckermann. Im Nachhinein waren die Fotos in der Broschüre wohl schöne Fotomontagen, denn so sah es vor Ort nicht aus.

Von den vielen Gästen auf der Insel hat man eigentlich kaum jemanden gesehen. Im Wasser waren höchstens sechs Leute gleichzeitig, und die Nachbarn im Bungalow nebenan haben wir irgendwie nie gesehen.
Etwa 70 % der Gäste waren Asiaten, 20 % Deutsche und 10 % Engländer und Amerikaner.

Fazit: Das CLHH kann ich allen empfehlen, die gerne ihre Ruhe haben und einen Entspannungsurlaub suchen. Schade fand ich nur, dass man nicht ganz um die Insel herumlaufen konnte.

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